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Ella, die Hupfbiene

Ellagenannt auch Hupfbiene kam mit geschätzten 8 Jahren zu uns in diePflegestelle. Sie war in einem sehr schlechten Zustand, sie war sehrzerbrechlich, stark unterernährt aber trotz allem unheimlich fröhlichund quirlig.

Siewog knapp 17 kg, für eine Golden-Hündin unvorstellbar. Wir mussten sieaufpeppeln, gaben ihr spezielles Aufbaufutter, welches sie die erstenTage auch genüsslich nahm, aber nach knapp einer Woche dieFutteraufnahme verweigerte. Nach der Diagnose unserer Tierärztin kamfür uns das Grauen, Ella hatte Niereninsuffizienz, ihre Niere arbeitetefast nicht mehr, zurückzuführen auf mehrere nicht behandelter Blasen-und Nierenbeckenentzündungen.

Ellawurde über viele Jahre als Gebärmaschine missbraucht, lebte in ganzschlechten Verhältnissen, die Unterbringung war ein Verschlag imFreien. Somit waren Kälte, Nässe und keine tierärztliche Versorgung ihrTodesurteil.

 

Nachder Diagnose unserer Tierärztin wussten wir, dass unser Hupfbiene Ellanicht mehr lange zu leben hatte, wir konnten ihr medikamentös nichtmehr helfen.

Dasie sehr spielfreudig war, gerne durch die Wiesen hüpfte und uns ganzstark ihre Lebensfreude und Willen zeigte, wollten wir ihr dierestliche Zeit so schön wie nur möglich machen.

Nachdem sie das Futter vollständig verweigerte, haben wir siezwangsernährt. Durch spezielles Nierenfutter, dass wir durchmahlenließen, haben wir sie mit Spritzen, stündlich direkt ins Mäulchen,ernährt.


Nachetwa 5 Wochen machten wir eine erneute Blutuntersuchung und die Wertehatten sich etwas verbessert. Wir hatten Hoffnung, vielleicht würdesich die kleine Hupfbiene doch erholen.

Ellawar eine kleine Kämpferin, spielte unheimlich gerne Ball und klauteunserem großen Labibuben trotz ihrer Körperschwäche die Bälle, kugeltesich drauf und freute sich ihres Lebens.

 

15Wochen konnte Ella-Hupfbiene das Leben in Freiheit genießen, doch zusehr war der körperliche Zerfall. Als sie sich weigerte unsereEssenspritzen aufzunehmen und sie sich in unserem Garten zurückzog,wussten wir, nun ist der Zeitpunkt gekommen. Ella wollte keineSchmerzen mehr haben, sie konnte nicht mehr, sie hatte sich aufgemachtins Land hinter dem Horizont.

 


copyright © 2009 by Diana Sandmaier