Und täglich grüßt das Murmeltier
Der Kleinanzeigenmarkt
Kostenlose Kleinanzeigen
Sie möchten sich ein gebrauchtes oder gar eine neues Bett kaufen, der Rasenmäher hat auch seine besten Mähtage hinter sich, oder ihre Kinder brauchen neue Fahrräder?
Auf ins Internet, die Vielfalt der Portale bietet ihnen einen bunten Strauß an Dinge die sie brauchen oder vielleicht auch nicht.
Etabliert hat sich auch der Tierhandel. Freundlich gestaltete kleine Annoncen, für jeden Tierliebhaber ist etwas dabei. Ob sie nun ein sehr kleines exotisches oder auch großes Tier kaufen möchten, sie finden alles, sie müssen sich nur entscheiden.
Wir sind Hundeliebhaber, wir haben uns für die Rasse Retriever (Golden Retriever und Labrador Retriever) entschieden und wir sind dabei geblieben.
Wir schauen uns sehr oft die Kleinanzeigen in den diversen Portalen an und es macht uns traurig und wütend zugleich, dass Tiere dort wie Massenware be-und gehandelt werden.
Was finden wir:
- massenweise Vermehrerwelpen.
- Vermehrerwelpen von sogenannten „Hobbyzüchtern“.
- junge Hündinnen die als „Zuchtmaschinen“ zum Verkauf angeboten werden, weil ihre Besitzer sich so einen besseren höheren Verkaufspreis versprechen. Das Schicksal des Hundes ist nicht von Bedeutung.
- alte Hunde die ausgedient haben und aufgrund ihres Alters Kosten verursachen, meist müssen sie einem jungen Hund/Welpen weichen.
- Hunde die aufrund von Schicksalsschlägen nicht mehr in der Familie bleiben können.
- Hunde die leider überflüssig sind, ein Klotz am Bein.
- Hunde wo oftmals Erkrankungen in der Familie vorgeschoben werden, Mitleid gehört schließlich auch zum Geschäft.
- Rüden die, nur weil sie in den Augen der Halter toll aussehen, als Deckrüden angeboten werden, Rüden die noch nicht einmal auf Wesen, Gesundheit auf Zuchttauglichkeit hin überprüft worden sind. Solange die Kasse stimmt, warum nicht.
W A R E – Hund
Das Internet hat das gute alte Zeitungsinserat nicht nur abgelöst es wurde sogar revolutioniert.
- es kostet nichts.
- ich brauche keine Identitäten (pers. Daten) zu hinterlegen.
- eine Handy-Nr. reicht völlig aus, die schon morgen nicht mehr gültig sein muss.
- Übergabepunkte dürfen gerne mal ein Autohof oder eine Raststätte sein.
- wenn ich nicht will, verschwinde ich im Nirwana des www. und verkaufe trotzdem gut und schnell.
Solange „ Tote Gegenstände“ den Besitzer wechseln ist diese Form des Handels zwar immer mit Risiken behaftet, aber im gegenseitigen Einvernehmen und völlig in Ordnung.
Was den Tiermarkt betrifft, und hier dürfen wir uns auf die Hundeannoncen hinsichtlich der Argumentation beschränken (verlieren sie aber nicht die vielen anderen Tierarten aus den Augen), sieht das doch ein wenig anders aus.
Der Verkauf eines Lebewesens sollte auf gar keinen Fall den gleichen Status in der Verkaufs-Abwicklung haben. Tierannoncen dürfen künftig nicht mehr kostenfrei für den Inserenten im www. geschaltet werden.
Wir möchten unsere Aussage mit dem unüberschaubaren Angebot an Vermehrerwelpen vertiefen:
- Welpen die von Hundehändlern in Kofferräumen nach Eingang der Internet-Bestellungen illegal über die Grenzen gebracht werden.
- Hunderte von Welpen die in LKW’s verfrachtet und illegal zu den netten „Hundeoutlets“, zu den div. Zwischenhändlern oder zu den Händlern – ebenfalls illegal - die auf den Wochenmärkten innerhalb der EU ihre Ware anbieten.
- Welpen die von ihren Müttern, die mittels Hormonbehandlungen mind. zwei mal jährlich werfen müssen.
- Welpen die meist noch vor der 8. Woche ihren Müttern entrissen werden.
- Welpen die weder Sozialisierungs- und Prägephasen durchleben durften.
- Welpen die in großen Produktionsstätten oder in dunklen Ställen geboren werden.
- Welpen die auf Beton geboren werden dort wo ihre Mütter meist ihr ganzes Leben verbringen müssen.
Nicht alle Welpen werden die Strapazen überleben, weil sie viel zu jung sind und ihre kleinen Körper aufgeben, Angst, Stress, Wassermangel und weil sie schon der der Abreise krank waren.
Krank, weil die Versorgung der Zuchthündinnen auf ein Minimum beschränkt ist, die Kosten werden absichtlich gering gehalten, sonst stimmt die Marge/Verdienst ja nicht.
Der TOD wird einkalkuliert, es ist und bleibt lebende Massenware.
Zurück zu den Annoncen
Wenn die Hundehändler/Vermehrer ihre Hunde nicht mehr „für umsonst“ anbieten können, die Annoncen-Gebühren aus dem Verkaufs-Preis errechnet werden und sie als das angesehen werden was sie sind „Geschäftsleute“, dann wären wir doch schon ein großes Stück weiter.
Einigen wir uns hier für das nachfolgende Beispiel auf 10 Portale
Aktuell finden sie 10 Welpen von einem Hundehändler/Vermehrer im Kleinanzeigen-Markt.
Die kann er über Nacht besorgen, vielleicht hat er sie ja noch nicht, geht aber schnell, der Kunde wird zügig bedient, Wartezeiten gibt es in diesem Geschäft nicht.
Er annonciert aber nicht nur in einem Portal sondern schaltet gleichzeitig in 10 Portalen.
Nicht genug, er hat ja die Möglichkeit die 10 Welpen in jedem Portal so oft wie er mag anzubieten:
- und wenn es 50 x der Fall ist, dann ist es auch gut für’s Geschäft und gut für die eigene Geldbörse.
- diese Freiheit des Handels wird im kostenfrei angeboten, warum nicht ins VOLLE greifen.
- es gibt kein Kontrollorgan, diese Hunde haben keine Lobby.
- er wird sicher weder Steuern noch Abgaben an den Fiskus zahlen noch wird es sich in meisten Fällen un ein nicht angemeldetes Gewerbe handeln.
Der Betrachter/User schaut auf eine Flut von Annoncen, eine Flut unendlich süßer knuffiger Welpen. Der Preis ist ebenfalls moderat, Geiz ist Geil, ist ja eh nur ein Hund und das vermeintliche Überangebot löst durch die aggressive zigfache Annoncenschaltung. folgendes aus:
- WOW billig.
- Sofort verfügbar.
- Handy-Nr. wie praktisch unverbindlich.
- Wird sogar bis fast vor die Haustüre geliefert.
- Für den kleinen Preis bekomme ich einen gesunden wunderschönen fröhlichen kleinen Welpen mit Papieren geimpft und gechipt.
- prämierte Elterntiere.
- YES, haben wollen.
Genau das bekommen sie, wenn sie Glück haben.
Sie werden aber vielleicht auf genau dieses Glück verzichten müssen, denn
ihr Welpe wird im ungünstigsten Fall ihr Leben nicht positiv verändern.
Darüber werde ich bald mehr schreiben, Beispiele von geprellten Welpenkäufern,
Unsere Ziele – werden es auch ihre Ziele?
In Zusammenarbeit mit den Portal-Betreibern eine Lobby für Tierannoncen ( alle ) zu schaffen.
- Annoncen-Preise für Tiere/Lebewesen einführen.
- Keine Pauschal-Preise für die Tierhändler.
- Keine Rabattsysteme für Mehrfachannoncen.
- Annoncen-Kosten dürfen nicht „billig“ sein, es soll in den Geldbörsen der Händler
merkbar und nachhaltig sein.
- Tier-Annoncen dürfen nicht anonym sein und bleiben. Pers. Daten müssen hinterlegt und
überprüfbar sein.
- Die Preise und Modalitäten sollen in Zusammenarbeit mit
Portalbetreiber – Tierschutzbund – Verband für das deutsche Hundewesen (VDH)
erarbeitet werden und mein größter Wunsch ist es dass die Amts-Veterinäre freiwillig ins
Boot steigen.
- TS-Organisationen sollen selbstverständlich auch weiterhin kostenlose Anzeigen
schalten dürfen.
Wir möchten kein Stillhalteabkommen, wir möchten die aktuelle Not der Tiere lindern.
Sie haben Ideen und weitere Vorschläge, sie haben die Energie mitzuhelfen, sie haben selbst negative Erfahrungen mit dem „Welpenhandel“ gemacht.
Helfen sie den Tieren „ das Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen.
Leider sehen diese armen Geschöpfe nur
"das Licht des Zuges, der unvermittelt auf sie zurollt".
Helfen sie indem sie keine Vermehrerhunde kaufen, helfen sie und frequentieren sie ausschließlich Annoncen aus dem Tierschutz.
Zeigen sie den Händlern endlich auf, was sie von ihnen halten und dass es an der Zeit ist, damit aufzuhören.
Gehen sie in das nächstgelegene Tierheim und schauen sie mit dem Herzen, vielleicht finden sie ja dort ihr neues Familienmitglied.
Durch ihre "neu überdachte Entscheidung" wird es in Zukunft weniger Leid geben, weniger ausgebeutete furchtbar leidende Zuchthündinnen und weniger kranke Welpen.
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